The Joker Album-Rezension (Martin Rogge | Radio Home Of Rock)

Das neue Werk trägt den Titel “The Joker”, die CD ist toll geworden!

Gleich nach dem heimkommen habe ich sie mir runtergezogen, die neue CD von Flaming Fenix.

Ich bin auch echt sehr stolz drauf, die CD beurteilen zu dürfen, auch wenn ich kein Fachmensch bin, sondern nur ein Moderator bei Radio Home of Rock.

Es ist nicht überlaut produziert, das Album, so wie so manch andere Scheibe, da hat jemand seinen Job im Studio verstanden und recht perfekt ausgeführt.

  1. The Joker
    Der Titelsong und damit fängt die CD an, geht gut ins Ohr, beginnt entspannend langsam, steigert sich, auch mit dem Gesang, der dann mehrstimmig wird und auch die Sarah dabei macht sich aufregend gut.
    Regt zum mitwippen an, und dann wieder Gitarrensolo, das sich parallel mit dem Gesang von Markus zusammenfügt, die Drums vom Korbinian, die einen packen, während die Riffs der Gitarren von Constantin und Patrick grooven und dann ist der Song mit dem Lacher des Jokers schon vorbei.


  2. Be Yourself
    Guter 2. Titel, etwas das wir alle sein sollten – ourselves, wir selbst, ohne Zäpfchenfunktion (Kriecher) oder im Lieb&Nett-Modus – ehrlich und nur wir selbst – authentisch!
    Genau das is die Eigenschaft, die Flaming Fenix an den Tag legen, von dem wie sie sich geben, keine Starallüren, musikalisch eigen und nun auch mit Bläser, das taugt mir total gut, was der Markus macht, wenn er nicht singt.
    Und dann so Textpassagen, wie “changed my mind” und sei lieber Du selbst, gibt es bei mir keinerlei negative Kritik für den 2. Song des Albums!
    Und auch die Art und Weise so energisch zu singen – gefällt mir ergreifend gut!


  3. Turn Around
    Auch wieder etwas, das andere sicher als revoluzzerisch deuten würden. Sicher sind die Flaming Fenix etwas anders unterwegs, sowohl inhaltlich, als auch von der Darbietung, was Instrumente usw. angeht,
    Zum Teil geht das fast schon etwas so in Richtung BigBand und genau so ein Stil hebt sich im, ich sage es bewusst, “Musiksumpf” sehr gut ab und so bieten sie uns eine tolle und abwechslungsreiche Silhouette für die Ohren. Und so bedächtig wie der Song ausklingt, so tiefgründig sollte der oder die Hörerin nachdenken, über den Text. Und eben auch mal “umzukehren”, etwas aufzuhören oder auch mit was Neuem anzufangen.


  4. Ecstasy
    Ekstase, oder eine Droge, mein erster Gedanke dazu.
    Drums die nach Marsch klingen, da ist sicher auch bei einem Video etwas Interessantes zu machen, mit dem Song. Stimmlich geht es auf jeden Fall in Richtung Begeisterung grade was Live-Konzerte angeht, ist klar zu merken mit welcher Ekstase Markus bei der Sache ist, aber es bleibt ein entspannter Song der nicht übertreibt, oder so wirkt, wie Mensch bei dem Titel meinen könnte. Also keine Zappa- oder Hendrix-artigen Spirenzchen. Und auch hier wieder ein ganz wunderbarer Chorgesang, die Sarah tut euch gut, ganz ehrlich!


  5. Reason
    Zarte Gitarrenriffs zu Beginn, Drums, dann die Stimme von Sarah – Regt an, zum Träumen, absoluten meditieren, entspannen oder auch um seine Liebste in die Arme zu nehmen und mit ihr einfach Schieber zu tanzen. Dann kommt der männliche Gesangspart vom Markus langsam dazu. Ein wenig Echo, “get out of my mind”, geh mir aus dem Kopf, also der Song hat sogar etwas Ohrwurmcharakter, vom Refrain her. Hier wären auch Bläser vorstellbar, nur bin ich mir nicht sicher, ob das dann nicht entgegen der Intention zum Song wäre. Reason, der Grund ist, es ist nix übrig, daher etwas neues anzufangen, davon handelt der Song, und ich habe sogar Gänsehaut beim Wechsel als das Brüderpaar Patrick und Pascal, mit Rhythmusgitarre und Bass  zusammen loslegen. Und damit kommen die Vorwürfe, warum es soweit kommen musste.
    “Just get out of my mind”, geh mir aus dem Kopf, das wird der Song nicht ganz leicht schaffen, mir aus dem Kopf zu gehen.


  6. Tokyo Burst
    Der Song startet mit Fingerpicking, völlig anders als die bisherigen Anfänge – und das fast im Tempo einer Drehorgel, sehr akribisch einstudiert, hier ist auch die Stimme mal etwas anders abgemischt und dann packen einen die Drums, die Gitarre und der Bass auf einmal – die Begeisterung bricht einfach immer wieder durch. Ebenso wie meine Begeisterung beim Hören und genießen dieses Songs – Das tut jedem gut, der sich die Scheibe richtig anhört, weil das was auf der Bühne und im Studio geschehen ist, eins zu eins rüberkommt. Rhythmisch rockig, aber eben im Stil den Flaming Fenix sich zu eigen gemacht hat. Bursting Style, sie leben die musikalische Freiheit dahingehend, sich für jeden Song, nicht neu zu erfinden, sondern auf der Linie zu bleiben, aber mit einem vielfältigen Spektrum. Das ist genau der Grund, weshalb ich von dieser Band so dermaßen begeistert und überzeugt bin.


  7. In Heaven
    Wo wir grade beim vielfältigen Spektrum sind,
    Beim Song Nr. 7 ist es genauso, hier geht es mit Gitarrenriffs los, derb setzen Bass, Drums ein, und dann die Stimme von Markus, fast klingt es zu Beginn wie die Sarah, aber nur kurz. Zeigt seine stimmliche Virtuosität.
    In Heaven, klingt treibend, was der Patrick da mit der Gitarre macht, von den Riffs her und das ganz tight mit dem Korbinian an den Drums zusammen. “I can’t go”, noch nicht bereit für den Himmel?
    Hier kommt auch mal richtig ein Solopart der Gitarre zur Geltung.


  8. Dressen In Blue Shape
    Richtig voluminös startet Dressed In Blue Shape, opulent, aber das ist eher eine Eigenschaft für ein Menu, denn als für eine CD oder einen Song. Ich kann es nicht so ganz in meine Worte fassen, in was mich dieser Song hüllt, blue shape, ja vielleicht ist es genau das? Mein Tipp – holt euch das Album und empfindet es selbst nach, das trifft es am besten und ihr versteht was ich meine.


  9. The Pain Of Satisfaction
    Wieder im Chorgesang und dieses Mal mit etwas dominanterem Bass von Pascal, was dem Song gut steht. Auch etwas mehr Dominanz des weiblichen Gesangsparts von Sarah könnte ich mir hier sehr gut vorstellen. “Are you ready for a walk in the rain”, auch hier wieder zeichnet sich ein Bild von Natur ins Kopfkino des Hörers, zusammen im Regen spazieren, es geht um den Drang und den Schmerz im Herzen, bis zum Zufriedensein können, just a feeling, und die Drums tun mit dem Bass alles dazu um den Song entsprechend treibend und drängend zu gestalten.


  10. Going Out Of The Rain
    Erster Gedanke hier, der mir zum Namen des Songs in den Sinn kam, ist der Film “The little big man”, ein Epos eines Weißen der immer wieder zwischen Indianern und Weißen wechselt, mit Dustin Hoffmann und eben der legendäre Regentanz “heija heija”.
    Dann packt einen die Stimme von Markus, mit dem Song Going Out Of The Rain, und da ist er wieder dieser Stil, kein Rap, kein Rock, sondern ein gesunder Mix aus ganz verschiedenen Elementen und Instrumenten – hier auch wieder mit Chor, mal parallel, mal etwas versetzt, da steckt sicherlich nicht nur Hobby und Begeisterung dahinter sondern lässt eine klassische Musikausbildung vermuten.
    Und da geht es dann zu einem Gesangssolo das nun in Richtung Rap geht, aber das lässt sich so nicht ganz einfach ausdrücken, hört es euch am besten selbst an, dann wird das hier sicher verständlicher


  11. Heaven 27
    Auch wieder beginnt der Song alleine mit zwei Gitarren, dann steigen Markus und Sarah zusammen mit dem Gesang ein und die Drums nur einfach und schlicht mit dem Hi-Hat, ganz “einfache” Elemente, der Bass ganz entspannend, damit geht es hier in die Kurve – Der ganz Song passt in sich total gut zusammen – passend zum Abschluss, das Sahnehäubchen, die Rundung, die das Album rund macht, sich dem ersten Song auf dem Album wieder annähert, und einen dazu reizt, sich das ganze tolle Werk nochmal anzuhören, und genau das werde ich sicherlich auch gleich nochmal machen.

An die Musiker, die Menschen vor und hinter der Technik:
Es ist euch ein wundervolles und eigenständiges Werk gelungen, meinen ganz aufrichtigen und rockigen Glückwunsch dazu!
In der heutigen Landschaft, Sumpf oder Wüste, nennt es jeder für sich, wie “er sie es” mag, ist es eben nicht mehr so ganz einfach und leicht, etwas auf die Beine zu stellen, was sich von der Maße abhebt. Diese Scheibe tut es definitiv, und das zurecht!

Euer SemmeL aus Thalkirchen
von Radio Home of Rock

PS: angemerkt sei noch, dass das Wort Kritik bei den meisten LeserInnen etwas negatives vermuten lässt, da muss ich hier aber leider alle enttäuschen, denn ich habe an diesem Werk nichts dran auszusetzen. Lediglich ein oder 2 Wünsche habe ich geäußert – alles andere finde ich stimmig, in sich perfekt und da merke ich einfach die Begeisterung der Band. Und “live” sind die Flaming Fenix nochmal eine Klasse für sich – ein Live-Album würde mir sehr gefallen.


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